Versicherer wollen Gewinne steigern

„The same procedure as last Year? – The same procedure as EVERY year“ kommt mir sofort in den Sinn wenn ich lese was die Unternehmensberatung Simon-Kucher in einer Pressemitteilung über das Ergebnis einer Untersuchung bei knapp 50 Versicherern berichtet: Über die Hälfte plant Gewinnsteigerungen, und das gleich im Volumen von 10-15%. Erreicht werden soll dies mehrheitlich durch Absatzsteigerungen und Reduktion der Verwaltungskosten.

Letztendlich zahlt der Kunde dafür die Rechnung – oder soll es zumindestens, denn an dritter Stelle der Maßnahmenkataloge stehen Preiserhöhungen an.

Höhere Ziele bedeutet höherer Verkaufsdruck. Das ist nicht förderlich für eine objektive Kundenberatung. Sicher werden dafür standardisierte EDV-gestützte Expertisen oder Beratungsprogramme eingesetzt, damit die Kunden ihren plötzlich gestiegenen Bedarf auch gleich erkennen. Kosten sparen? Na klar, da freut sich jeder Vertreter, wenn auch das letzte Quantum Service eingedampft wird. Die Unsicherheit bei Sachbearbeitern nimmt zu, Unterstützung und Arbeitsqualität nimmt ab.

Da sind die Maklerkunden auf der sicheren Seite. Dort wo Qualität und Service sinken, und/oder Preise steigen, müssen keine neuen Verträge platziert werden.

Vertreter sollten einmal mehr darüber nachdenken, ob sie noch für die richtige Seite kämpfen. Die eventuell entstehenden Mehrgewinne sollen nämlich nicht in Provisionen verwandelt werden, sondern in Dividenden oder Rücklagen.

Die komplette Pressemitteilung gibt es hier zum Download als PDF (201 kb).

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